Kategorie: Zivilisation & Natur

  • Tore zur Hölle (drei Bilder)

    Martinstor

    gate of hell

    Schwabentor

    Freiburg hat Flair! So blieb es mir dank diverser Touren mit dem HSV jedenfalls in biergeschwängerter Erinnerung. Doch der nüchterne Blick offenbart: Freiburg ist mit seiner Altstadt, dem Bächle, der schönen Umgebung, den kulinarischen Köstlichkeiten, dem wirklich hervorragenden Bier zwar eine Reise wert – aber die Einheimischen? Der gemeine Südbadener scheint Fremden gegenüber jedenfalls nicht immer wirklich offen zu sein. Mancher hegt gar durchaus Sympathien für autoritäre Herangehensweisen und schwarze Pädagogik. Das erklärt durchaus einiges, was in der letzten Zeit von dort so sichtbar wurde.

    Bewitched – At The Gates Of Hell

    Kamera: Kodak Tele-Ektra 350
    Film: Lomography Tiger Color Negative 200 (expired 10/2015)
    Orte: Martinstor, Freiburger Münster, Schwabentor
    Juli 2021

  • Herbst am See (drei Bilder)

    Wittensee

    Wittensee

    Wittensee

    2001 verschlug es mich nach Bünsdorf am Wittensee, einem recht abgelegenen und schön gelegenen Ort. Grund war der zweite von zwei Zivildienst-Lehrgängen. Das gastgebende Erholungs- und Bildungszentrum bewarb unter anderem das Dinghi am See und so ging es regelmäßig zu dritt oder zu viert und mit ein paar Drinks los. Weitere Freizeitmöglichkeiten: Der Bolzplatz im Dorf (der mitkickende Pastor wollte mir nach einem Fallrückziehertor (!) schon die Plakette für das “Tor des Monats” überreichen, hatte diese aber vergessen) und der Tischkicker in einem über diese zwei Wochen mit ausgetrunkenen Bierdosen vollgestopften Kellerraum.

    Kamera: Canon IXUS 145
    Location: Bünsdorf
    Oktober 2021

  • Behind me there was something green and leafy (drei Bilder)

    Behind me there was something green and leafy.

    Behind me there was something green and leafy.

    Behind me there was something green and leafy.

    Als 14-Jähriger verbrachte ich den Jahreswechsel auf der arabischen Halbinsel. An Weihnachten erinnere mich, die Silvesternacht ist komplett in Nebel gehüllt. Mutmaßlich war es unspektakulär, der islamische Kalender ist schließlich anders getaktet als der gregorianische und wir waren nicht im “westlichen” Holzmann-Camp in Riyadh, sondern am Persischen Golf. In jenem Jahr sah ich statt Schnee- also richtige Wüsten und stellte erstmals fest, dass man mit Kameras auch richtig gut manipulieren konnte. Denn eine Photographie zeigt immer nur einen Ausschnitt vom Ganzen. Es ist nicht zu sehen, ob ich an einer vielbefahrenen Straße an einem Rastplatz zur Kamera gegriffen habe oder am Ende eines Schotterwegs, ob um mich herum naturbelassene Einöde war oder hinter mir eine Oase, künstlich geschaffenes Grün oder auch nur ein zerschrotetes Auto neben der Fahrbahn lag – dort entsorgte der gemeine Landesbewohner nämlich gerne mal seinen alten Zossen…

    Kamera: Kodak Instamatic 255x
    Location: Wüste zwischen Dammam und Riyadh
    Dezember 1992/Januar 1993

  • volle Wellenlänge (drei Bilder)

    Ohne Titel

    Ohne Titel

    Ohne Titel

    Kamera: Canon EOS 500N
    Film: Agfaphoto APX 100
    Location: Springhoe
    Februar 2021

  • heilige Klippen (drei Bilder)

    Helligdomsklipperne

    Helligdomsklipperne

    Helligdomsklipperne

    Die Helligdom-Klippen unweit von Gudhjem entstanden mit der Eiszeit. In den tausenden Jahren danach wuchs Bornholm – wie Gotland – quasi aus dem Meer heraus, desweiteren kümmerten sich Wind und Wellen um das schroffe Erscheinungsbild. Im Mittelalter war dies ein Wallfahrtsort mitsamt kleiner Kapelle, so wurde hier unter anderem die Sommersonnenwende zelebriert. Neben dem markanten Sichtbaren finden sich in den Felsen auch kleine Grotten, die zum Teil begehbar sind.

    Kamera: Canon EOS 500N
    Film: Rossmann Film 400 (expired ~2005)
    Location: Helligdomsklipperne, Bornholm
    Spetember 2019

  • Ole Oortkaten kommt… (drei Bilder)

    Ole Oortkaten coming up...

    fishing for Ole Oortkaten's socks

    Ole Oortkaten disappears...

    Jedes Jahr im Oktober kehrt Ole Oortkaten nach seinen Raubzügen im Nordatlantik wieder nach Zuhause zurück und überzieht den See mit seinem hellgrauen Schleier…
    Das erste Bild schaffte es übrigens bei Flickr “in explore”. Danke, Flickr!

    Kamera: Canon EOS M50
    Location: Hohendeicher See, Hamburg
    Oktober 2021

  • Sometimes it’s better not to grow. (sechs Bilder)

    Ohne Titel

    Ohne Titel

    Ohne Titel

    Ohne Titel

    Ohne Titel

    Ohne Titel

    Die kleine Stadt Ærøskøbing ist zwar quasi der Hauptort der Insel Ærø, bedeutender in Schifffahrts- und Handelsthemen war jedoch Marstal. Das hat sicher mit der Lage der Stadt zu tun, die im Norden der Insel malerisch umrahmt von einigen Odden liegt. Gerade durch diesen Umstand blieb das historische Straßenbild nahezu unverändert und bietet ein schönes Ambiente. Westlich von Ærøskøbing liegt die Landzunge Urehoved, auf dem Weg dorthin kommt man an den für Ærø typischen Strandhäusern nicht vorbei.

    Kamera: Canon EOS 500N
    Film: Kodak Farbwelt 800 (exp. 01/2005)
    Location: Ærøskøbing, Urehoved
    Oktober 2020

  • der letzte Weg (vier Bilder)

    Farewell!

    Farewell!

    Farewell!

    Farewell!

    Ich habe mir eine neue digitale Kamera zugelegt und trenne mich von der großen Spiegelreflexkamera. Letztlich habe ich die alte Kamera nur noch selten fotografisch genutzt und für Videosequenzen erschien mir die neue nach einigen vielversprechenden Tests als guter Schritt, zumal sie um einiges kompakter und leichter ist. Ganz neu ist meine Canon EOS M50 nicht, es ist zum Einen eine fast gar nicht genutzte Gebrauchte und ein Nachfolgemodell gibt es mit der M50 Mark II zum Anderen auch – das unterscheidet sich jedoch nur minimal von seinem Vorgänger.

    Zum Probieren ging es zum alten Sondermunitionslager oberhalb von Kellinghusen, für Experimentelles mein favorisierter Spot. Wie lange man sich dort noch austoben kann, ist jedoch fraglich. Im April 2021 wurden sämtliche Gebäude abgerissen und nur ein paar große Hallen sowie das Tunnelsystem blieben stehen. Diese sollen jedoch zugemauert und der Tierwelt, vorwiegend Vögeln und Fledermäusen, überlassen werden. Anfang September 2021 sind diese Bereiche noch zugänglich, vielleicht folgen bald doch noch ein paar analoge Abschiedsfotos.

    Kamera: Canon EOS M50
    Location: ehemaliges Sondermunitionslager, Kellinghusen
    August 2021

  • OO (Osterhorn Outback, drei Bilder)

    Osterhorn outback

    Osterhorn outback

    Osterhorn outback

    Kamera: Canon EOS 500N
    Film: Agfaphoto APX 100
    Location: Osterhorn
    Februar 2021

  • ein Blick in die Zwanzigerjahre (drei Bilder)

    dedans

    dedans

    dedans

    Vor rund hundert Jahren dachten die Städte um: weg von den kaiserlichen Mietskasernen mit ihrem kitschigen Antlitz, hin zu luftigen Hinterhöfen und elegant-schlichter Bauart. Gerade in Norddeutschland entstanden solche tiefrot geklinkerten Mehrparteienhäuser.

    Kamera: Hasselblad 500C
    Film: Ilford Delta 3200 (expired 03/2002, pulled ISO 1000)
    Location: Hamburg-Hoheluft
    Juli 2021

  • Watch your back when you attack! (vier Bilder)

    mirror trees

    mirror trees

    mirror trees

    mirror trees

    ‘Cause I might just turn on you!

    April 2021
    Kamera: Canon EOS 500N
    Film: Agfaphoto APX 100, Doppelbelichtungen
    Location: Auufer, Wiemersdorf, Osterhorn, Moordiek

  • das alte Marstal (drei Bilder)

    Marstal

    Marstal

    Marstal

    Noch im letzten Jahrhundert blühte der Hafen von Marstal. Doch wie nahezu alle kleineren Handelsplätze und Häfen verlor auch Marstal im Laufe der fortwährenden logistischen Optimierung an Bedeutung. Trotzdem hielt sich dieser Charme, denn sowohl der alte Ortskern als auch der Hafen selbst sind weitestgehend so erhalten geblieben. Und anstelle von Fischerei und Handel hauchen diesem Ort nun Touristen und Sportsegler zumindest in der hellen Jahreszeit weiteres Leben ein. Ein Blick ins lokale Seefahrtsmuseum lohnt sich übrigens.

    Kamera: Canon EOS 500N
    Film: Kodak Farbwelt 800 (exp. 01/2005)
    Location: Ærø
    Oktober 2020

  • die ruhige Seite von Fushimi Inari-Taisha (sieben Bilder)

    the silent side of Fushimi Inari-Taisha

    the silent side of Fushimi Inari-Taisha

    the silent side of Fushimi Inari-Taisha

    the silent side of Fushimi Inari-Taisha

    the silent side of Fushimi Inari-Taisha

    the silent side of Fushimi Inari-Taisha

    the silent side of Fushimi Inari-Taisha

    Was war das für ein Ritt durch die orangenen Toriis hinauf zum Schrein? Stop-and-go immerzu, die chinesischen Touristen, überwiegend aus Taiwan, bedienten alle Klischees, die man haben konnte. Hier ein Bild mit der eigenen Visage vor einem Torii, dort eines im Torii-Tunnel. Immerzu, immerfort, immer laut.

    Ungefähr bei der Hälfte ging ein kleiner Weg nach rechts ab. Zunächst machte ich mit meiner analogen Kamera ein paar Detailbilder von den Toriis, danach entschloss ich mich, diesem Weg zu folgen. Durch einen Bambuswald gelangte ich nach wenigen hundert Metern im einsetzenden Regen zu einer Shinto-Stätte, die eben nicht nur touristisch, sondern eben auch aktiv spirituell genutzt wird. Man hörte nicht nur das Prasseln des Regens, sondern auch das ein oder andere Gebet.

    Ganz ohne Touristen ging es natürlich nicht. Ich traf einen Typen aus Singapur und zwei Frauen, eine aus Thailand und eine Festlands-Chinesin. Letztere ist gerade deshalb besonders gewesen, weil man als Europäer/”Westler” kaum eine Chance hat, mit solchen Menschen in Kontakt zu kommen. Ohne Blockwart im Nacken erwies sich diese Frau als durchaus humorvoll und erzählte sogar ein wenig von ihrem Leben in China. Wir, dieser kleine Haufen von quasi Versprengten, durchstöberten diese Stätte eine Zeit lang, ehe es in dieser Viererkonstellation weiterging und wir eine gute halbe Stunde später am “Gipfel” und am Hauptschrein ankamen. Zurück ging es den “normalen” Weg – die lärmende chinesische Meute war zum Glück schon wieder weg.

    Kamera: Canon IXUS 145
    Location: Fushimi Inari-Taisha-Schrein, Kyoto
    April 2015

  • weg (fünf Bilder)

    Ohne Titel

    Ohne Titel

    Ohne Titel

    Ohne Titel

    looking East

    Es ist an der Zeit, den Weg nach draußen zu finden.

    Kamera: Canon EOS 500N
    Film: Rossmann Film 200 (expired film 03/2015)
    Location: Svaneke, Bornholm
    September 2019

  • vom Golf bis zum Meer aus Blut (drei Bilder)

    modern mosque

    mosque in the deep red sea

    concrete mosque in traditional style

    Man schlendert die Strandpromenade entlang, der Muezzin ruft und geht zum Gebet ins Gotteshaus. So schön könnte die religiöse Pflichterfüllung bisweilen sein in Dammam, wo ich zwei direkt am Persischen Golf gelegene Moscheen fotografiert habe. Weitaus rüder geht es vor einer der Hauptmoscheen in Riyadh zu. Während ich in der dortigen Umgebung mit meinen Eltern zahlreiche Juwelierhändler abklapperte und die Privilegien des gehobenen Mittelstands genoss, erlebte ein Kollege meines Vaters dort ein paar Tage zuvor die andere Seite der wahabitischen Kultur: Es wurden auf dem Vorplatz öffentlich Menschen per Fallbeil für ihre Verfehlungen verstümmelt und exekutiert.

    Kamera: Kodak Instamatic 255x
    Location: Riyadh, Dammam
    Dezember 1992/Januar 1993

Fehler: Copyright © Jan Meifert, all rights reserved.