über mich

Ich bin als Schüler von Joseph-Beuys-Schülern an der Freien Kunstschule Hamburg eingeschrieben und mache dort und darüber hinaus themenorientierte und konzeptionelle künstlerische Arbeiten. Der zumeist sichtbare Teil meiner Arbeit ist sicher der photographische und filmische, allerdings setze ich auch Zeichnerisches sowie Plastisches um, mit Holz, meinem Müll und was mir noch in die Hände fällt – Einblicke hierzu befinden sich auf dieser Website.

Beruflich entwickele ich als Dozent für einen privaten Bildungsträger im medien- und kunstpädagogischen Bereich mit Lernenden (8. Klasse) Video-, Print- und Photo- sowie raumgestalterische Projekte im Rahmen des handlungsorientieren Berufsorientierungsprogramms.

Arbeitsweise
Grundsätzlich mag ich es langsam, reduziert, karg, einfach, dezent und dilettantisch. Jener Dilettantismus schafft Freiheit im Denken und Tun, bringt Fragestellungen wie Entwicklungen und neue intuitive Ansätze mit sich. Perfekt Inszeniertes und Durchgetaktetes langweilt mich übrigens ebenso zutiefst wie Stereotype, vieles entwickelt sich zudem nur langsam. In der Ruhe liegt nämlich die Kraft.

Photographie und Video
Photo- und Videokameras begleiten mich ebenso wie das Zeichnen und Skizzieren seit meiner Kindheit. Seit Ende der Neunzigerjahre photographiere und dokumentiere ich systematisch, zunächst vor allem Fankurven in Fußballstadien, erweiterte mein Spektrum allerdings sukzessiv. Zuvor habe ich mit verschiedenen Kameratypen Dinge und Umgebungen festgehalten, sowohl in heimischer Umgebung als auch auf Reisen. Was blieb, ist die Erkenntnis, photographische Projekte weiterhin ausschließlich analog umzusetzen – weil es nachhaltig ist und reicher macht. Jedoch behalte ich mir digitale Sidekicks vor – und manches Mal geht es vor lauter Spontanität auch nicht anders.

Am liebsten bin ich im Freien. In Landschaft und Natur finden sich spannende Themenfelder, aus denen sich kleine Dokumentationen und Geschichten formen lassen. Natur, Landschaft, Tiere, ebenso das Einbinden von durch von Menschenhand Geschaffenes lassen sich miteinander verknüpfen, bisweilen weitab von Postkartenmotiven. Mit und ohne mögliche Symbolik, meistens rau und hart. Auch Architektur und Städte stehen unter anderem in meinem Blickfeld. Ich kann mich sowohl auf Bauliches konzentrieren als auch auf das Leben in jenem und dabei je nach Licht und Stimmung kleine Bildergeschichten entstehen lassen. Einen rein dokumentarischen Ansatz wie ihn zum Beispiel Bernd und Hilla Becher in Perfektion und Akribie umsetzten, lehne ich für mich jedoch ab. Bei mir dürfen Wetter und Umgebung machen, was sie wollen. Reine photographische Portraitarbeiten mache ich so gut wie nicht mehr. Einzelbilder haben mich nie interessiert, stattdessen habe ich immer kleine Serien mit meinen Modellen erarbeitet. Zu portraitieren bedeutet für mich, auch den Menschen hinter der Fassade vernehmbar zu machen. Seit Sommer 2015 arbeite ich mit inhaltlichen Themen und Fragestellungen und verknüpfe diese teilweise miteinander.

Filmisch experimentiere ich gerne mit dem Zusammenspiel von bewegten Bildern und Geräuschen und mag lange statische Einstellungen.

Eine Handvoll Beispiele finden sich auf dieser Seite, alle Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern. Eine umfassendere Auswahl gibt es hier: PhotoblogFlickr

Atelier/Galerie
Ich war einer von zwei Kunstmenschen, die von Sommer 2017 bis Frühjahr 2020 die Galerie Ku1 in Kellinghusen betrieben. Ob eine ähnliche Lokalität in Zukunft erneut eröffnet, bleibt offen, denn zwar bin ich noch da, aber meinen Partner Robin Romanski zog es mit seiner Familie mittlerweile nach Berlin. Foto: Gisela Tietje-Räther

Einblicke
seit 2009 / diverse Einblicke in Arbeitsprozesse an der Freien Kunstschule Hamburg, DE, u.a. Photostudie Wien
Dezember 2011 / Vereinsheim VfL Kellinghusen, DE, Cartoons
Mai 2013 / Rathaus Hohenlockstedt, DE, Auszüge analoge s/w-Photographie
Mai bis Juni 2018 / Ku1 – Raum für aktuelle Kultur, Kellinghusen, DE, „Was sind Stille und Stillstand für Dich?“, analoge Photographie, Videoelemente, partizipatorische Arbeit
Mai 2020 / Ku1 – Raum für aktuelle Kultur, Kellinghusen, DE, „Photogen“, photographische Retrospektive der vergangenen zehn Jahre
September 2022 / Fluvius: Kunst im Karton, „Wasser“, Gruppenausstellung in der Itzehoer Innenstadt, DE