Kamera: Nikon F-401x
Film: Agfaphoto APX 100
Location: Japanischer Garten, Planten un Blomen, Hamburg
Januar 2021
Kategorie: Deutschland
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volle Blütenpracht (sechs Bilder)
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Dosenmoor (acht Bilder)
Das Dosenmoor entstand in der letzten Eiszeit vor rund 12000 Jahren. Seit dem 18. Jahrhundert wurde dieses Hochmoor wirtschaftlich genutzt und von 1964 bis 1977 gab es sogar ein Torfwerk, das den Abbau industrialisierte. Seit dem glorreichen Jahr 1978 wird das Dosenmoor jedoch renaturisiert. So wurden unter anderem sämtliche Entwässerungskanäle zugeschüttet, um das Moor feucht zu halten.
Kamera: Canon EOS 500N
Film: Ferrania Solaris 200 (expired 11/200)
Location: Dosenmoor
Januar 2021 -
Mimigernaford (vier Bilder)
Mimigernaford ist der altsächsische Name von Münster. Das Herz dieser Stadt stellt sicher der Prinzipalmarkt an der Lambertikirche dar, der ungefähr im späten 13. Jahrhundert an dieser Stelle entstand. Wenige Zeit später entstand die dort heute noch prägende Architektur. Der Name selbst entstand erst im 17. Jahrhundert und ist gleichbedeutend mit Hauptmarkt.
Kamera: Canon T70
Film: Kodak Color Plus 200
Location: Münster
Juli 2020 -
Auf dem Horsteberg (vier Bilder)
Auf dem Horsteberg, einer kleinen Anhöhe in Münsters Mitte, wurde im 13. Jahrhundert der Sankt-Paulus-Dom erbaut, nachdem dort bereits zuvor ein Gotteshaus stand. Umgrenzt wird der Horsteberg durch den Straßenzug von Spiekerhof, Roggenmarkt, Rothenburg und dem sehenswerten Prinzipalmarkt.
Kamera: Canon T70
Film: Kodak Color Plus 200
Location: Sankt-Paulus-Dom, Münster
Juli 2020 -
roots (pt. 2/2, vier Bilder; reclaim the game!)
Einige Male wollten mein Schulfreund Michael und ich schon zum HSV. Gegen Borussia Dortmund oder die Beiern, aber irgendetwas kam immer dazwischen. Im August 1993 fuhren wir milchgesichtigen Untertertianer direkt nach der sonnabendlichen Folter in der Schule nach Hamburg. Zunächst ging es in die Innenstadt, Musik- und Sportgeschäfte durchstöbern, begeistert von den angeschossenen HSV-Kutten am Mönckebergbrunnen sein, später dann zum Stadion, viele lustige, aber auch reichlich miese Fangesänge in der S-Bahn, an Haltestellen aus der S-Bahn pinkelnde Fans, der lange Marsch vom Stellinger S-Bahnhof zum Volksparkstadion – und die Order von Zuhause im Gepäck, “nicht in die Westkurve” zu gehen. Ging klar, und so kauften wir uns Tickets für die Westkurve. Rein in den Umlauf, gleich einen Schal (“No one likes us, we don’t care”) und eine Kassette (“Echter Genuss”) am Supporters-Container gekauft und dann durch die Blockkontrolle hinauf in den Block F. Auf den ersten Blick sah das Stadion kompakter aus als im Fernsehen oder von der Autobahn. Gegenüber leuchtete der Schalke-Fanblock in der Sonne, beide Fanlager stimmten sich auf das Spiel ein, der E-Block stimmte mehrmals Doris Days “Que sera sera” an, das ich danach nie wieder im Stadion vernahm.
Das alles genügte mir schon, um zu sagen, das gefällt mir, hier möchte ich öfter sein. Ausnahmsweise begeisternd war auch das Spiel: Der HSV fegte die Schalker mit 4-1 vom Platz, “mein” erstes HSV-Tor schoss Valdas Ivanauskas nach einem überragendem Antritt. 1994 kaufte ich meine erste Dauerkarte, 1996 wurde ich Mitglied im Verein und dachte, das alles sei für die Ewigkeit. Aber das, was viel später kam, ist eine andere Geschichte. Der hier beschriebene Anfang ist und ist bleibt ewig; Siege und Niederlagen – unwichtig.
Im Juli 2020 war der erste Lockdown zwar schon Geschichte, Zuschauer durften den Spielen jedoch nicht beiwohnen, lediglich zu Beginn der neuen Saison für einige Spieltage. Ein paar weitere Bilder von diesem Abstecher gibt es auf der guten, alten Website der Psychopathen Steinburg. Reclaim the game!
Kamera: Canon AF35M
Film: Agfaphoto APX 100
Location: Kiel
Juli 2020 -
roots (pt. 1/2, vier Bilder)
Im Sommer 1988 nahm mich mein Vater, einst aktiver Holstein-Kicker und -Handballer, erstmals mit ins Stadion unweit seines Elternhauses. Gegner war der frischgebackene DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt mit seinem Star und meinem damaligen Lieblingsspieler Lajos Detari, der nur zwei Tage nach diesem Testkick zu Olympiakos Piräus transferiert wurde. Von Detari war ich enttäuscht und habe danach lange nichts mehr von ihm gehört, geschweige denn irgendeinen Buffer zu meinem Idol auserkoren. Zur KSV Holstein ging es jedoch immer wieder mal mit Vaddern, zumeist zu den Topspielen der Oberliga Nord. Gegner waren Clubs wie der VfL Wolfsburg, der VfB Oldenburg und Arminia Hannover, aber auch längst untergegangene und ausgelöschte Vereine wie der SC Norderstedt, die TuS Hoisdorf und der VfL Herzlake.
Vom Spiel blieb wenig hängen, die Eintracht gewann 2-0. Spannender war das Geschehen auf den Rängen. Wir standen auf der Gegengerade in Höhe der Mittellinie unweit des Holsteinfanblocks. Kurios fand ich zwei Besoffene, die sich quer über das Spielfeld irgendetwas zublökten und so die Zuschauer sichtlich irritierten. Die Meisten schmunzelten über dieses deftige Schauspiel. Mir gefiel diese raue Umgebung schon als Kind sehr, einordnen konnte ich das aber ganz sicher noch nicht.
Im Juli 2020 war der erste Lockdown zwar schon Geschichte, Zuschauer durften den Spielen jedoch nicht beiwohnen, lediglich zu Beginn der neuen Saison für einige Spieltage. Ein paar weitere Bilder von diesem kleinen Spaziergang gibt es auf meiner ollen Fußballfotoarchivseite.
Kamera: Canon AF35M
Film: Agfaphoto APX 100
Location: Kiel
Juli 2020 -
Kratt (drei Bilder)
Zwei Jahre wohnte ich in Itzehoe unweit dieser Ecke, entdeckt habe ich die Gegend um das Viertel Kratt erst im letzten Sommer.
Kamera: Canon T70
Film: Kodak Color Plus 200
Location: Kratt, Itzehoe
August 2020 -
Monasterium (drei Bilder)
Seit dem frühen Mittelalter entstand an dieser Stelle der Ort Mimigernaford. Etwas später gründete ein friesischer christlicher Missionar namens Liudger dort ein Kloster, das er schlicht “Monasterium” (deutsch: Münster) nannte. Daraus entstand im Laufe der Zeit die zwischenzeitlich größte Stadt Westfalens.
Kamera: Canon T70
Film: Kodak Color Plus 200
Location: Münster
Juli 2020 -
Kieler Marineviertel (sechs Bilder)
Seit Anfang der Vierzigerjahre lebten meine Großeltern im großzügig gestalteten Marineviertel, mein Vater wuchs dort auf. Er kickte mit den Nachbarskindern gerne zwischen den Bäumen im Innenhof. Bei den Gassigängen mit meinem Großvater und Spitz Nelly lernte ich später diese Ecke als Kind gut kennen. Klinkerexpressionismus nennt man wohl diesen Baustil, der vor allem in Norddeutschland der Zwanzigerjahre die unsäglichen preußischen Mietskasernen verdrängte. Typisch sind der dunkelrote Klinker, die schlichten Ornamente und eleganten Torbögen. Bis vor kurz vor ihrem Tod vor knapp zehn Jahren lebte meine Großmutter dort. Sie war die letzte der Generation, die dort noch das Dritte Reich, den Zweiten Weltkrieg und die Bombeneinschläge erlebte. Nun leben hier nur noch unbefleckte Menschen.
Kamera: Canon AF35M
Film: Agfaphoto APX 100
Location: Marineviertel, Kiel
Juli 2020 -
Für eine Handvoll Gäste… (vier Bilder)
Was war das für ein entspannter Covid-19-Sommer? Fast könnte man meinen, alle Stühle wären abends besetzt gewesen. Aber, man ahnt es, ein Toilettencontainer reichte völlig aus.
Kamera: Canon T70
Film: Kodak Color Plus 200
Location: Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Juli 2020 -
railway dreams (vier Bilder)
Als ich vor einiger Zeit alte Videos aus Teenager-Zeiten in den Neunzigerjahren sah, hörte ich in einem der Filme ein lautes Scheppern im Hintergrund. Dieses Scheppern stammte offensichtlich von einem Güterzug, der zwischen Kellinghusen und Hohenlockstedt unterwegs war. Wenige Jahre später wurde jedoch nicht nur diese Route eingestellt, sondern die komplette Gleisanlage abgebaut. Lediglich an der Mühlenbek zwischen Kellinghusen und Wrist befinden sich noch Gleise, die jedoch längst überwuchert sind.
Seit knapp zehn Jahren bemüht sich Kellinghusen um die Wiederbelebung der Trasse für die Regionalbahn in Richtung Altona. Passiert ist bis jetzt: nichts. In Zeiten der Covid-19-Pandemie soll es, so wird gemunkelt, sogar schon Wetten geben, die mit der Hoffnung der Menschen spielen: Was kommt zuerst? Die Wiederanbindung Kellinghusens an das Schienennetz oder ein effektiver (!) Impfstoff gegen das Coronavirus? Oder weiter gefragt: Was davon kommt überhaupt?
Kamera: Canon AF35M
Film: Agfaphoto APX 100
Location: ehemalige Bahntrasse zwischen Wrist und Kellinghusen
August 2020 -
one band, one shot (Bilder aus einer anderen Zeit; sieben Bilder, ein Video)

Petrol Girls (in der Urbesetzung), Refused und Thrice in der Großen Freiheit 36; November 2019
Sick Of It All in der Markthalle; November 2019
Jo Quail und Mono im Mojo Club; Dezember 2019
Petrol Girls im Hafenklang; Februar 2020Während in der Elbphilharmonie und ähnlichen Etablissements während der Pandemie vorzugsweise tote Musik am Leben gehalten wird, stehen vor allem lebendige kleine Clubs und Undergroundbands hart an der Kante zum (finanziellen) Tod – gerade während des neuerlichen Lockdowns. Wenn am Ende nur Pop- und Schlagergrütze und die “großen” Namen übrigbleiben, bleibt am Ende außer Industrieerzeugnissen eigentlich nichts übrig. Das Oligopol siegt, ganz so, wie es sich für eine freie, deregulierte Marktwirtschaft, sprich das archaische Konstrukt Kapitalismus gehört.
Eine der wenigen kommerziell erfolgreichen Bands, die für diese Basis ein Plädoyer gehalten hat, waren übrigens “Die Ärzte“. Sie wissen noch, wo sie herkommen, wo letztlich jede kreative und kritisch begleitete Entwicklung ihren Anfang nahm und nimmt. Ansonsten: viel Stille seitens erfolgreicher Größen in Kunst und Musik, von der “pragmatisch” gepolten und überalterten Politik sowieso.
„Der individuelle Erzieher, der einem ernsten Ziel nachstrebt, der Künstler oder Schriftsteller mit originellen Ideen, der unabhängige Gelehrte oder Forscher, die unnachgiebigen Pioniere der sozialen Umgestaltung, sie alle werden täglich von Männern an die Seite gedrängt, deren Bildung und Schöpferkraft überlebt sind.“
Emma GoldmanKamera: Canon AF35M
Film: Agfaphoto APX 100 (pushed ISO 400)
November 2019 bis Februar 2020 -
keine Helden, keine Opfer (neun Bilder)
Bereits bevor in diesem Sommer die Autoritäten der vermeintlich glorreichen Vergangenheit infrage gestellt wurden, lichtete ich in meinem Heimatort Kellinghusen diverse militärische Gedenkstätten ab. Nicht nur nahe der ehemaligen Bundeswehrkaserne wurde ich fündig, auch in einem kleinen Park auf meinem alten Schulweg und vor allem um die evangelisch-protestantische Sankt-Cyriacus-Kirche herum.
Den “Heldentod” starben diese Menschen, sie “fielen”, so steht es dort in Stein geschrieben. Schon als Kind irritierte mich der Begriff “gefallen” in diesem Zusammenhang. Gerade an Geburtstagen meiner Großeltern fielen solche Worte, wenn sich die Alten an Cousin X und Bruder Y, die den Zweiten Weltkrieg nicht überlebten, erinnerten. Sie “fielen”. Hin? Weich? Auf’s Maul? Wie reifes Obst von den Bäumen? Nein. In der englischen Sprache benennt man es unverblümter: killed in action, getötet im Krieg. Und waren sie Helden, weil sie für “uns” kämpften? Für und um was kämpften sie eigentlich für “uns”? Im deutsch-französischen Krieg, der vor genau 150 Jahren im Jahr 1870 losbrach und nach knapp einjähriger Dauer eine katastrophale Kette voller Vergeltung nach sich zog? Im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918? Und im Zweiten Weltkrieg von 1939 bis 1945? Zogen hier wirklich Helden in Krieg? Und waren sie tatsächlich auch Opfer?

Denn nur die Besten sterben jung.
In Overndorf erinnert eine kleine Stele an den vor 150 Jahren begonnenen Deutsch-Französischen Krieg – den Grundstein für das Unfassbare, das in den nächsten Jahrzehnten folgen sollte.
Die Umgebung der Kellinghusener Sankt Cyriacus Kirche ist voll mit militärischen Gedenkstätten. Übrigens: Einmal lehnten sich deutsche Soldaten doch auf: Am Ende des Ersten Weltkriegs kam es zum sogenannten Matrosenaufstand, der das marode Kaiserreich endgültig zusammenbrechen ließ.
Bruder Z ist dort und dort “gefallen”, hörte ich als Kind die Alten reden. Dieses Wort in diesem Zusammenhang fand ich damals schon irritierend, heute schönfärbend.
Ob er wenigstens von Zuhause Humanismus mitbekam?
Es ging ja immer um eine gute Sache!
entdeckt in der Vorbrügger StraßeUnd heute? Da glauben in der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) einige Genoss_innen mit der Wiedereinführung der Wehrpflicht etwas gegen den in der Bundeswehr immer stärker aufkeimenden Neo-Faschismus unternehmen zu können. Wenn eine völlig überalterte und empathielose Partei mal wieder ‘ne Idee hat. Wie wäre es mit Prävention und Geschichtsunterricht, der nicht nur aus Statistiken und Moralblabla besteht, sondern in dem gezielt lokale Opfergeschichten aufgearbeitet werden? Aber Sozen raffen mittlerweile gar nichts mehr außer bestenfalls Posten und Positionen.
Kamera: Nikon F-401x
Film: Agfaphoto APX 100
Location: Kellinghusen
April 2020 -
4×9 (Collage)
Schönes und altes Haus an der Laurinatskoppel stand lange leer und brannte dann ab.
Kamera: Canon EOS 500N
Film: Kodak Ultramaxx 400, doppelt belichtet, mit Rotfilter
Location: Laurinatskoppel und KU1, Kellinghusen
April 2020 -
VfLockdown Kellinghusen (sieben Bilder)
Eine Pandemie bricht über die Welt hinein. Sie steht in vielen Punkten still. Man darf nicht mehr machen, was man möchte. Man tut irgendetwas, aber sieht und erlebt nichts mehr. Und dennoch passiert außerhalb des eigenen Mikrokosmos doch etwas: Über zwei Monate keine Sportler auf der Anlage, da kann man in Ruhe endlich vieles wieder in Schuss bekommen. Den schimmelanfälligen Kabinentrakt und endlich die stark ramponierten Plätze. Die Welt dreht sich also immer weiter. In zwei Jahren so schnell und rücksichtslos wie vor Covid-19. Wetten?
Kamera: Nikon F-401x
Film: Agfaphoto APX 100
Location: Sportplatz Eichenallee, Kellinghusen
März 2020 -
Zeugen der Vergangenheit (fünf Bilder)
Das Christentum brachte stets Nächstenliebe. Deshalb blieb von prächristlichen Kulturkreisen auch ziemlich viel übrig. In Nordeuropa zeugen verschiedene Grabformen von dieser Zeit, sowie ein paar Wälle, wo einst Siedlungen und Festungen standen.
Kamera: Agfa Synchrobox
Film: Ilford Delta 400
Locations: Föhrden Barl, Oeschebüttel, Springhoe
März 2020 -
Hauptstraße (fünf Bilder)
Wo sich bis Anfang der Achtzigerjahre dicke Trucks durch Kellinghusen quetschten, steht seither fast die Zeit still.
Kamera: Nikon F-401x
Film: Agfaphoto APX 100
Location: Hauptstraße Kellinghusen
März 2020 -
Wasser (pt. 2/2, sechs Bilder)
„(…) Während der Flut kehrte ich zurück, um die Worte zu lesen, und ich fand am Ufer nichts, als meine Unwissenheit.“
Khalil GibranKamera: Agfa Isolette V
Film: Ilford Delta 100 (expired 05/2006)
Location: Kellinghusen
Februar 2020 -
Wasser (pt. 1/2, fünf Bilder)
„Während der Ebbe schrieb ich eine Zeile auf den Sand, in die ich alles legte, was mein Verstand und Geist enthält (…)“
Khalil GibranKamera: Agfa Isolette V
Film: Ilford Delta 100 (expired 05/2006)
Locations: Rensing, Rosdorf, Störkathen, Wurth, Stellau
Februar 2020






















































































