Der Film musste an jenem Tag spontan vollgemacht werden. Entstanden ist eine kleine Serie voller aufgeladener Symbolik. Na klar (siehe Bild vier).
Kamera: Canon EOS 500N
Film: Kodak Color Plus 200
Location: Kitzeberg
Juni 2020
Die Strandhauskultur auf der Odde Eriks Hale entwickelte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Es sind einfach ausgestattete Holzhäuser und dort findet sich eigentlich nur das ausschließlich Nötigste für das Strandvergnügen – wo man entweder die Brandung der offenen Ostsee genießen oder unmittelbar rückseitig der Häuser im ruhigen Hafenbecken planschen konnte. Neue Häuser dürfen längst nicht mehr hinzugebaut werden und die bereits vorhandenen werden zumeist familienintern weitergegeben und gepflegt.
Kamera: Canon T70
Film: Kodak Farbwelt 800 (expired 01/2005)
Location: Eriks Hale, Marstal
Oktober 2020
Seit dem frühen Mittelalter entstand an dieser Stelle der Ort Mimigernaford. Etwas später gründete ein friesischer christlicher Missionar namens Liudger dort ein Kloster, das er schlicht “Monasterium” (deutsch: Münster) nannte. Daraus entstand im Laufe der Zeit die zwischenzeitlich größte Stadt Westfalens.
Kamera: Canon T70
Film: Kodak Color Plus 200
Location: Münster
Juli 2020
Mein Schlechtwetter- und Baummodell schlechthin ist offenbar Chiara.
Kamera: Canon T70
Film: Efke KB 100 (expired 02/1995)
Location: Lieth
November 2020
Seit Anfang der Vierzigerjahre lebten meine Großeltern im großzügig gestalteten Marineviertel, mein Vater wuchs dort auf. Er kickte mit den Nachbarskindern gerne zwischen den Bäumen im Innenhof. Bei den Gassigängen mit meinem Großvater und Spitz Nelly lernte ich später diese Ecke als Kind gut kennen. Klinkerexpressionismus nennt man wohl diesen Baustil, der vor allem in Norddeutschland der Zwanzigerjahre die unsäglichen preußischen Mietskasernen verdrängte. Typisch sind der dunkelrote Klinker, die schlichten Ornamente und eleganten Torbögen. Bis vor kurz vor ihrem Tod vor knapp zehn Jahren lebte meine Großmutter dort. Sie war die letzte der Generation, die dort noch das Dritte Reich, den Zweiten Weltkrieg und die Bombeneinschläge erlebte. Nun leben hier nur noch unbefleckte Menschen.
Kamera: Canon AF35M
Film: Agfaphoto APX 100
Location: Marineviertel, Kiel
Juli 2020
Kamera: Canon EOS 500N
Film: Fujifilm Neopan 400 (expired 09/2003)
Location: Stohl
Juli 2020
Kamera: Canon EOS 500N
Film: Fujifilm Neopan 400 (expired 09/2003)
Location: Stohl
Juli 2020
Kamera: Canon EOS 500N
Film: Fujifilm Neopan 400 (expired 09/2003)
Location: Stohl
Juli 2020
Kamera: Canon EOS 500N
Film: Fujifilm Neopan 400 (expired 09/2003)
Location: Stohl
Juli 2020
Wir brauchen mehr Straßen und Autobahnen. Denn des Deutschen Natur ist es, viel und schnell Auto zu fahren. Nach Vollbremsungen halten wir es nicht mehr lange aus, drücken gleich wieder aufs Gaspedal. Ohne Rücksicht auf Andere, ohne Rücksicht auf uns selbst.
Als 2014 Club-Ikone Hermann Rieger starb, vernichtete kurz darauf der Größenwahn den Hamburger Sport-Verein endgültig. Sechs Jahre später starben zwei weitere Ikonen, die ihr jeweiliges Genre nicht nur mit ihrem begnadetem Talent bereicherten, sondern abseits dessen aufzeigten, wie schwierig und ambivalent das wirkliche Leben sein kann. So starben Kendall Chin a.k.a. Mr. Chi Pig und Diego Armando Maradona vielleicht nicht unerwartet, aber dennoch viel zu früh. Der Eine war die Ikone des Skatepunk, wohl nur Wenigen bekannt, der Andere verzauberte beinahe den gesamten Erd- mit (s)einem Fußball. Beide waren trotz ihres Status viel zu sehr Mensch. Viel zu sehr Mensch, als bloß Stoff für eine gelackte und einseitige Lobschrift zu bieten.
Der Punkrock als Protestmedium und Subkultur bleibt hoffentlich, die Seele des Fußballs hingegen starb mit Diego endgültig. Ob es noch ein wirkliches Innehalten nach einer Vollbremsung gibt? Wir werden sehen, was 2021 und die weitere Zukunft bringen.
Kamera: Canon EOS 600D
Location: Autobahnraststätte Bimöhlen
April 2020