Kamera: Canon EOS 500N
Film: Tura Professional DX P 150 (expired 01/2003)
Location: ehemaliges Sondermunitionslager Kellinghusen
November 2021
Kategorie: Zivilisation & Natur
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old playground (pt. 1/3, drei Bilder)
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Lomogau (drei Bilder)
Kamera: Kodak Tele-Ektra 350
Film: Lomography Tiger Color Negative 200 (expired 10/2015)
Orte: Martinstor, Freiburger Münster, Schwabentor
Juli 2021 -
winterliches Stillleben (drei Bilder)
Schnöde Bildtitel sind immer großartig.
Kamera: Canon EOS 500N
Film: Agfaphoto APX 100
Location: Osterhorn
Ferbruar 2021 -
Einst laut, nun still (2021, drei Bilder)
Wie wurde noch ein Spieler des VfL Kellinghusen in der wohl letzten Ausgabe der Aktuellen Eichenallee auf Seite 74 vorgestellt? “Sven Grümmert muss einfach mit rein. (…) dass er mir bei meinem ersten Besuch das Klo in der Quarnstedter Partyhütte zeigte – ‘Ach, geh’ mal lieber aufs Feld!’”
Mitte der Neunzigerjahre gab es eine lebendige alternative Feierszene auf dem platten Land, meistens in einfachen Hütten und Schuppen. Exemplarisch zeige ich hier die von mir am häufigsten frequentierten Orte, es gab aber natürlich noch weitere. Noch immer flimmern die Geschichten der damaligen Zeit in den Köpfen der damals Anwesenden und zugleich ist dort aber auch die Erkenntnis, dass diese Kultur zu Beginn des neuen Jahrtausends verschwand. Natürlich wird bis heute vieles idealisiert, worüber Nicht-Beteiligte den Kopf schütteln oder gar die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Es war jedoch nun mal so, wie es halt war: alkoholschwanger, lustig, derbe und herzlich. Gefeiert wird immer noch, auch mit den Leuten von damals, mittlerweile aber durchaus geschmeidiger – meistens jedenfalls.
Heutzutage werden diese einstigen Feierstätten pragmatisch genutzt und/oder verfallen zusehends. Diese kleine Serie ist der dritte Teil der Reihe “Einst laut, jetzt still”, die bereits 2005 und 2015 von mir umgesetzt wurden, nun mittlerweile 25 Jahre nach den ersten Anarchoparties auf einem Feld bei Rade. Strom spendete dort übrigens ein Generator, der laufend neu betankt werden musste, was wiederum nie jemand auf der Pfanne hatte und es dementsprechend zu nächtlicher Stunde regelmäßig zwei bis drei Minuten zappenduster in der Location war.
Diese Serie zeigt auch das ewige Dilemma der Nostalgie: Wenn man in der Gegend, in der man aufwuchs, blieb, kommen einem beinahe täglich Ecken in die Quere, die man mit Kindheit und Jugend verbindet. Andererseits: Vielleicht wären viele dieser Erinnerungen nicht nur verblasst, sondern auch längst völlig vergessen.
Kamera: Canon EOS 500N
Film: Kodak Farbwelt 400 (expired 07/2008, pulled ISO 160)
Location: Rade, Fitzbek, Quarnstedt
Dezember 2021 -
Eis auf dem Fell (sieben Bilder)
Soundtrack zur Insel: Deftones – Around The Fur
Kamera: Canon EOS 500N
Film: Kodak Farbwelt 400 (expired 07/2008, pulled ISO 160)
Location: Fur
Dezember 2021 -
Winter, kein Mais (sieben Bilder)
Im Winter ist hier mehr als Monokultur.
Kamera: Canon EOS 500N
Film: Agfaphoto APX 100
Location: Springhoe
Februar 2020 -
going for a walk (sieben Bilder)
Schlechtes Wetter zieht auf? Beste Gelegenheit, um schöne Spots ohne Schönwetter-Touristen zu genießen und eine Runde durch die Gegend zu latschen*.
*Spazieren gehen nur noch Faschisten.
Kamera: Canon T70
Film: Kodak Farbfilm 800 (expired 01/2005)
Location: Ærøskøbing, Kragnæs, Marstal
Oktober 2020 -
Tore zur Hölle (drei Bilder)
Freiburg hat Flair! So blieb es mir dank diverser Touren mit dem HSV jedenfalls in biergeschwängerter Erinnerung. Doch der nüchterne Blick offenbart: Freiburg ist mit seiner Altstadt, dem Bächle, der schönen Umgebung, den kulinarischen Köstlichkeiten, dem wirklich hervorragenden Bier zwar eine Reise wert – aber die Einheimischen? Der gemeine Südbadener scheint Fremden gegenüber jedenfalls nicht immer wirklich offen zu sein. Mancher hegt gar durchaus Sympathien für autoritäre Herangehensweisen und schwarze Pädagogik. Das erklärt durchaus einiges, was in der letzten Zeit von dort so sichtbar wurde.
Bewitched – At The Gates Of Hell
Kamera: Kodak Tele-Ektra 350
Film: Lomography Tiger Color Negative 200 (expired 10/2015)
Orte: Martinstor, Freiburger Münster, Schwabentor
Juli 2021 -
Herbst am See (drei Bilder)
2001 verschlug es mich nach Bünsdorf am Wittensee, einem recht abgelegenen und schön gelegenen Ort. Grund war der zweite von zwei Zivildienst-Lehrgängen. Das gastgebende Erholungs- und Bildungszentrum bewarb unter anderem das Dinghi am See und so ging es regelmäßig zu dritt oder zu viert und mit ein paar Drinks los. Weitere Freizeitmöglichkeiten: Der Bolzplatz im Dorf (der mitkickende Pastor wollte mir nach einem Fallrückziehertor (!) schon die Plakette für das “Tor des Monats” überreichen, hatte diese aber vergessen) und der Tischkicker in einem über diese zwei Wochen mit ausgetrunkenen Bierdosen vollgestopften Kellerraum.
Kamera: Canon IXUS 145
Location: Bünsdorf
Oktober 2021 -
Behind me there was something green and leafy (drei Bilder)
Als 14-Jähriger verbrachte ich den Jahreswechsel auf der arabischen Halbinsel. An Weihnachten erinnere mich, die Silvesternacht ist komplett in Nebel gehüllt. Mutmaßlich war es unspektakulär, der islamische Kalender ist schließlich anders getaktet als der gregorianische und wir waren nicht im “westlichen” Holzmann-Camp in Riyadh, sondern am Persischen Golf. In jenem Jahr sah ich statt Schnee- also richtige Wüsten und stellte erstmals fest, dass man mit Kameras auch richtig gut manipulieren konnte. Denn eine Photographie zeigt immer nur einen Ausschnitt vom Ganzen. Es ist nicht zu sehen, ob ich an einer vielbefahrenen Straße an einem Rastplatz zur Kamera gegriffen habe oder am Ende eines Schotterwegs, ob um mich herum naturbelassene Einöde war oder hinter mir eine Oase, künstlich geschaffenes Grün oder auch nur ein zerschrotetes Auto neben der Fahrbahn lag – dort entsorgte der gemeine Landesbewohner nämlich gerne mal seinen alten Zossen…
Kamera: Kodak Instamatic 255x
Location: Wüste zwischen Dammam und Riyadh
Dezember 1992/Januar 1993 -
heilige Klippen (drei Bilder)
Die Helligdom-Klippen unweit von Gudhjem entstanden mit der Eiszeit. In den tausenden Jahren danach wuchs Bornholm – wie Gotland – quasi aus dem Meer heraus, desweiteren kümmerten sich Wind und Wellen um das schroffe Erscheinungsbild. Im Mittelalter war dies ein Wallfahrtsort mitsamt kleiner Kapelle, so wurde hier unter anderem die Sommersonnenwende zelebriert. Neben dem markanten Sichtbaren finden sich in den Felsen auch kleine Grotten, die zum Teil begehbar sind.
Kamera: Canon EOS 500N
Film: Rossmann Film 400 (expired ~2005)
Location: Helligdomsklipperne, Bornholm
Spetember 2019 -
Ole Oortkaten kommt… (drei Bilder)
Jedes Jahr im Oktober kehrt Ole Oortkaten nach seinen Raubzügen im Nordatlantik wieder nach Zuhause zurück und überzieht den See mit seinem hellgrauen Schleier…
Das erste Bild schaffte es übrigens bei Flickr “in explore”. Danke, Flickr!Kamera: Canon EOS M50
Location: Hohendeicher See, Hamburg
Oktober 2021 -
Sometimes it’s better not to grow. (sechs Bilder)
Die kleine Stadt Ærøskøbing ist zwar quasi der Hauptort der Insel Ærø, bedeutender in Schifffahrts- und Handelsthemen war jedoch Marstal. Das hat sicher mit der Lage der Stadt zu tun, die im Norden der Insel malerisch umrahmt von einigen Odden liegt. Gerade durch diesen Umstand blieb das historische Straßenbild nahezu unverändert und bietet ein schönes Ambiente. Westlich von Ærøskøbing liegt die Landzunge Urehoved, auf dem Weg dorthin kommt man an den für Ærø typischen Strandhäusern nicht vorbei.
Kamera: Canon EOS 500N
Film: Kodak Farbwelt 800 (exp. 01/2005)
Location: Ærøskøbing, Urehoved
Oktober 2020 -
der letzte Weg (vier Bilder)
Ich habe mir eine neue digitale Kamera zugelegt und trenne mich von der großen Spiegelreflexkamera. Letztlich habe ich die alte Kamera nur noch selten fotografisch genutzt und für Videosequenzen erschien mir die neue nach einigen vielversprechenden Tests als guter Schritt, zumal sie um einiges kompakter und leichter ist. Ganz neu ist meine Canon EOS M50 nicht, es ist zum Einen eine fast gar nicht genutzte Gebrauchte und ein Nachfolgemodell gibt es mit der M50 Mark II zum Anderen auch – das unterscheidet sich jedoch nur minimal von seinem Vorgänger.
Zum Probieren ging es zum alten Sondermunitionslager oberhalb von Kellinghusen, für Experimentelles mein favorisierter Spot. Wie lange man sich dort noch austoben kann, ist jedoch fraglich. Im April 2021 wurden sämtliche Gebäude abgerissen und nur ein paar große Hallen sowie das Tunnelsystem blieben stehen. Diese sollen jedoch zugemauert und der Tierwelt, vorwiegend Vögeln und Fledermäusen, überlassen werden. Anfang September 2021 sind diese Bereiche noch zugänglich, vielleicht folgen bald doch noch ein paar analoge Abschiedsfotos.
Kamera: Canon EOS M50
Location: ehemaliges Sondermunitionslager, Kellinghusen
August 2021 -
ein Blick in die Zwanzigerjahre (drei Bilder)
Vor rund hundert Jahren dachten die Städte um: weg von den kaiserlichen Mietskasernen mit ihrem kitschigen Antlitz, hin zu luftigen Hinterhöfen und elegant-schlichter Bauart. Gerade in Norddeutschland entstanden solche tiefrot geklinkerten Mehrparteienhäuser.
Kamera: Hasselblad 500C
Film: Ilford Delta 3200 (expired 03/2002, pulled ISO 1000)
Location: Hamburg-Hoheluft
Juli 2021 -
Watch your back when you attack! (vier Bilder)
‘Cause I might just turn on you!
April 2021
Kamera: Canon EOS 500N
Film: Agfaphoto APX 100, Doppelbelichtungen
Location: Auufer, Wiemersdorf, Osterhorn, Moordiek -
das alte Marstal (drei Bilder)
Noch im letzten Jahrhundert blühte der Hafen von Marstal. Doch wie nahezu alle kleineren Handelsplätze und Häfen verlor auch Marstal im Laufe der fortwährenden logistischen Optimierung an Bedeutung. Trotzdem hielt sich dieser Charme, denn sowohl der alte Ortskern als auch der Hafen selbst sind weitestgehend so erhalten geblieben. Und anstelle von Fischerei und Handel hauchen diesem Ort nun Touristen und Sportsegler zumindest in der hellen Jahreszeit weiteres Leben ein. Ein Blick ins lokale Seefahrtsmuseum lohnt sich übrigens.
Kamera: Canon EOS 500N
Film: Kodak Farbwelt 800 (exp. 01/2005)
Location: Ærø
Oktober 2020 -
die ruhige Seite von Fushimi Inari-Taisha (sieben Bilder)
Was war das für ein Ritt durch die orangenen Toriis hinauf zum Schrein? Stop-and-go immerzu, die chinesischen Touristen, überwiegend aus Taiwan, bedienten alle Klischees, die man haben konnte. Hier ein Bild mit der eigenen Visage vor einem Torii, dort eines im Torii-Tunnel. Immerzu, immerfort, immer laut.
Ungefähr bei der Hälfte ging ein kleiner Weg nach rechts ab. Zunächst machte ich mit meiner analogen Kamera ein paar Detailbilder von den Toriis, danach entschloss ich mich, diesem Weg zu folgen. Durch einen Bambuswald gelangte ich nach wenigen hundert Metern im einsetzenden Regen zu einer Shinto-Stätte, die eben nicht nur touristisch, sondern eben auch aktiv spirituell genutzt wird. Man hörte nicht nur das Prasseln des Regens, sondern auch das ein oder andere Gebet.
Ganz ohne Touristen ging es natürlich nicht. Ich traf einen Typen aus Singapur und zwei Frauen, eine aus Thailand und eine Festlands-Chinesin. Letztere ist gerade deshalb besonders gewesen, weil man als Europäer/”Westler” kaum eine Chance hat, mit solchen Menschen in Kontakt zu kommen. Ohne Blockwart im Nacken erwies sich diese Frau als durchaus humorvoll und erzählte sogar ein wenig von ihrem Leben in China. Wir, dieser kleine Haufen von quasi Versprengten, durchstöberten diese Stätte eine Zeit lang, ehe es in dieser Viererkonstellation weiterging und wir eine gute halbe Stunde später am “Gipfel” und am Hauptschrein ankamen. Zurück ging es den “normalen” Weg – die lärmende chinesische Meute war zum Glück schon wieder weg.
Kamera: Canon IXUS 145
Location: Fushimi Inari-Taisha-Schrein, Kyoto
April 2015
















































































