Kategorie: Zivilisation & Natur

  • OO (Osterhorn Outback, drei Bilder)

    Osterhorn outback

    Osterhorn outback

    Osterhorn outback

    Kamera: Canon EOS 500N
    Film: Agfaphoto APX 100
    Location: Osterhorn
    Februar 2021

  • ein Blick in die Zwanzigerjahre (drei Bilder)

    dedans

    dedans

    dedans

    Vor rund hundert Jahren dachten die Städte um: weg von den kaiserlichen Mietskasernen mit ihrem kitschigen Antlitz, hin zu luftigen Hinterhöfen und elegant-schlichter Bauart. Gerade in Norddeutschland entstanden solche tiefrot geklinkerten Mehrparteienhäuser.

    Kamera: Hasselblad 500C
    Film: Ilford Delta 3200 (expired 03/2002, pulled ISO 1000)
    Location: Hamburg-Hoheluft
    Juli 2021

  • Watch your back when you attack! (vier Bilder)

    mirror trees

    mirror trees

    mirror trees

    mirror trees

    ‘Cause I might just turn on you!

    April 2021
    Kamera: Canon EOS 500N
    Film: Agfaphoto APX 100, Doppelbelichtungen
    Location: Auufer, Wiemersdorf, Osterhorn, Moordiek

  • das alte Marstal (drei Bilder)

    Marstal

    Marstal

    Marstal

    Noch im letzten Jahrhundert blühte der Hafen von Marstal. Doch wie nahezu alle kleineren Handelsplätze und Häfen verlor auch Marstal im Laufe der fortwährenden logistischen Optimierung an Bedeutung. Trotzdem hielt sich dieser Charme, denn sowohl der alte Ortskern als auch der Hafen selbst sind weitestgehend so erhalten geblieben. Und anstelle von Fischerei und Handel hauchen diesem Ort nun Touristen und Sportsegler zumindest in der hellen Jahreszeit weiteres Leben ein. Ein Blick ins lokale Seefahrtsmuseum lohnt sich übrigens.

    Kamera: Canon EOS 500N
    Film: Kodak Farbwelt 800 (exp. 01/2005)
    Location: Ærø
    Oktober 2020

  • die ruhige Seite von Fushimi Inari-Taisha (sieben Bilder)

    the silent side of Fushimi Inari-Taisha

    the silent side of Fushimi Inari-Taisha

    the silent side of Fushimi Inari-Taisha

    the silent side of Fushimi Inari-Taisha

    the silent side of Fushimi Inari-Taisha

    the silent side of Fushimi Inari-Taisha

    the silent side of Fushimi Inari-Taisha

    Was war das für ein Ritt durch die orangenen Toriis hinauf zum Schrein? Stop-and-go immerzu, die chinesischen Touristen, überwiegend aus Taiwan, bedienten alle Klischees, die man haben konnte. Hier ein Bild mit der eigenen Visage vor einem Torii, dort eines im Torii-Tunnel. Immerzu, immerfort, immer laut.

    Ungefähr bei der Hälfte ging ein kleiner Weg nach rechts ab. Zunächst machte ich mit meiner analogen Kamera ein paar Detailbilder von den Toriis, danach entschloss ich mich, diesem Weg zu folgen. Durch einen Bambuswald gelangte ich nach wenigen hundert Metern im einsetzenden Regen zu einer Shinto-Stätte, die eben nicht nur touristisch, sondern eben auch aktiv spirituell genutzt wird. Man hörte nicht nur das Prasseln des Regens, sondern auch das ein oder andere Gebet.

    Ganz ohne Touristen ging es natürlich nicht. Ich traf einen Typen aus Singapur und zwei Frauen, eine aus Thailand und eine Festlands-Chinesin. Letztere ist gerade deshalb besonders gewesen, weil man als Europäer/”Westler” kaum eine Chance hat, mit solchen Menschen in Kontakt zu kommen. Ohne Blockwart im Nacken erwies sich diese Frau als durchaus humorvoll und erzählte sogar ein wenig von ihrem Leben in China. Wir, dieser kleine Haufen von quasi Versprengten, durchstöberten diese Stätte eine Zeit lang, ehe es in dieser Viererkonstellation weiterging und wir eine gute halbe Stunde später am “Gipfel” und am Hauptschrein ankamen. Zurück ging es den “normalen” Weg – die lärmende chinesische Meute war zum Glück schon wieder weg.

    Kamera: Canon IXUS 145
    Location: Fushimi Inari-Taisha-Schrein, Kyoto
    April 2015

  • weg (fünf Bilder)

    Ohne Titel

    Ohne Titel

    Ohne Titel

    Ohne Titel

    looking East

    Es ist an der Zeit, den Weg nach draußen zu finden.

    Kamera: Canon EOS 500N
    Film: Rossmann Film 200 (expired film 03/2015)
    Location: Svaneke, Bornholm
    September 2019

  • vom Golf bis zum Meer aus Blut (drei Bilder)

    modern mosque

    mosque in the deep red sea

    concrete mosque in traditional style

    Man schlendert die Strandpromenade entlang, der Muezzin ruft und geht zum Gebet ins Gotteshaus. So schön könnte die religiöse Pflichterfüllung bisweilen sein in Dammam, wo ich zwei direkt am Persischen Golf gelegene Moscheen fotografiert habe. Weitaus rüder geht es vor einer der Hauptmoscheen in Riyadh zu. Während ich in der dortigen Umgebung mit meinen Eltern zahlreiche Juwelierhändler abklapperte und die Privilegien des gehobenen Mittelstands genoss, erlebte ein Kollege meines Vaters dort ein paar Tage zuvor die andere Seite der wahabitischen Kultur: Es wurden auf dem Vorplatz öffentlich Menschen per Fallbeil für ihre Verfehlungen verstümmelt und exekutiert.

    Kamera: Kodak Instamatic 255x
    Location: Riyadh, Dammam
    Dezember 1992/Januar 1993

  • gespiegelte Speicherstadt (sieben Bilder)

    Hamburger Speicherstadt

    Hamburger Speicherstadt

    Hamburger Speicherstadt

    Hamburger Speicherstadt

    Hamburger Speicherstadt

    Hier regiert der HSV!
    Tod und Hass dem FCB!

    Hamburger Speicherstadt

    Speicherstadt- und Hamburg-Bilder und dann wird die Elbphilharmonie ausgespart? Echt jetzt? Ich Kulturbanause! Aber warum ein finanzielles Desaster, das aseptisch in die Umgebung gepflanzt wurde und letztlich doch nur elitären und sich diesen irgendwie zugehörig fühlenden Schichten bedient, abfeiern? Statussymbole sind halt mehr für Spacken als für Kultur; mehr Lyrik gibt’s hier heute nicht!

    Kamera: Nikon F-401x
    Film: Agfaphoto APX 100
    Location: Speicherstadt, Hamburg
    Silvester 2020

  • Wogen (vier Bilder)

    Skjoldnaes lighthouse

    The Waves of Søby Volde

    3000

    go down

    Das goldene Kalb
    Doppelflöten, Hörner, Geigen
    Spielen auf zum Götzenreigen,
    Und es tanzen Jakobs Töchter
    Um das Goldne Kalb herum –
    Brum, brum, brum –
    Paukenschläge und Gelächter!

    Hochgeschürzt bis zu den Lenden
    Und sich fassend an den Händen,
    Jungfraun edelster Geschlechter
    Kreisen wie ein Wirbelwind
    Um das Rind –
    Paukenschläge und Gelächter!

    Aaron selbst wird fortgezogen
    Von des Tanzes Wahnsinnwogen,
    Und er selbst, der Glaubenswächter,
    Tanzt im Hohenpriesterrock,
    Wie ein Bock –
    Paukenschläge und Gelächter!

    Heinrich Heine

    Kamera: Canon EOS 500N
    Film: Kodak Farbwelt 800 (exp. 01/2005)
    Location: Ærø
    Oktober 2020

  • Diskret-Indiskretes (sieben Bilder, ein Video)

    Herbertstraße lockdown

    Herbertstraße lockdown

    Herbertstraße lockdown

    Herbertstraße lockdown

    Herbertstraße lockdown

    Herbertstraße lockdown

    Herbertstraße lockdown

    Mich hat diese Ecke schon früher genervt mit ihrer Penetranz, einzig der “Sportpub Tankstelle” lockte an HSV-Spieltagen manchmal dorthin. Mutmaßlich erstmals in diesem Jahrtausend bin ich mal wieder durch die Herbertstraße gelatscht. Keine Prostituierten weit und breit, auch kein “Tourismus” zu früher Tageszeit – das Virus sorgte sowohl für Stille als auch für Stillstand.

    Kamera: Nikon F-401x
    Film: Agfaphoto APX 100
    Location: Herbertstraße, Hamburg
    Januar 2021

  • Døndalen (fünf Bilder)

    Døndalen

    Døndalen

    Døndalen

    Døndalen

    Døndalen

    Falls an jenem Tag jemand Brombeeren im Døndalen sammeln wollte, der musste vor mir dort aufkreuzen. Sie schmeckten halt so gut… Und Wasserfälle in Dänemark? Hatte ich nie von gehört, gibt es aber auf Bornholm. Vor allem von Herbst bis Frühling führen sie viel Wasser, während der Sommermonate recht wenig. Trotzdem ist die Atmosphäre um Wasserfälle herum immer schön und ruhegebend, auch an diesem kleinen Wasserfall unweit von Gudhjem.

    Kamera: Canon EOS 500N
    Film: Rossmann Film 200 (expired film 03/2015)
    Location: Døndalen, Bornholm
    September 2019

  • volle Blütenpracht (sechs Bilder)

    Planten un Blomen

    Planten un Blomen

    Planten un Blomen

    Planten un Blomen

    Planten un Blomen

    Planten un Blomen

    Mitten in Europa.

    Kamera: Nikon F-401x
    Film: Agfaphoto APX 100
    Location: Japanischer Garten, Planten un Blomen, Hamburg
    Januar 2021

  • Dosenmoor (acht Bilder)

    Dosenmoor

    Dosenmoor

    Dosenmoor

    Dosenmoor

    Dosenmoor

    Dosenmoor

    Dosenmoor

    Dosenmoor

    Dann steigt aus ungeahnten Tiefen
    der Moorgeist, ganz in Schwarz, empor,
    weckt seine Geister, die noch schliefen,
    gar grausig wird’s dann hier im Moor.

    Das Dosenmoor entstand in der letzten Eiszeit vor rund 12000 Jahren. Seit dem 18. Jahrhundert wurde dieses Hochmoor wirtschaftlich genutzt und von 1964 bis 1977 gab es sogar ein Torfwerk, das den Abbau industrialisierte. Seit dem glorreichen Jahr 1978 wird das Dosenmoor jedoch renaturisiert. So wurden unter anderem sämtliche Entwässerungskanäle zugeschüttet, um das Moor feucht zu halten.

    Kamera: Canon EOS 500N
    Film: Ferrania Solaris 200 (expired 11/200)
    Location: Dosenmoor
    Januar 2021

  • Mimigernaford (vier Bilder)

    Mimigernaford

    Mimigernaford

    Mimigernaford

    Mimigernaford

    Mimigernaford ist der altsächsische Name von Münster. Das Herz dieser Stadt stellt sicher der Prinzipalmarkt an der Lambertikirche dar, der ungefähr im späten 13. Jahrhundert an dieser Stelle entstand. Wenige Zeit später entstand die dort heute noch prägende Architektur. Der Name selbst entstand erst im 17. Jahrhundert und ist gleichbedeutend mit Hauptmarkt.

    Kamera: Canon T70
    Film: Kodak Color Plus 200
    Location: Münster
    Juli 2020

  • Blick durchs Fenster (drei Bilder)

    panorama view through the window

    panorama view through the window

    panorama view through the window

    Die dänische Südsee von Land aus gesehen.

    Kamera: Canon T70
    Film: Kodak Farbwelt 800 (exp. 01/2005)
    Location: Ærøskøbing
    Oktober 2020

  • Weg zur Freiheit? (fünf Bilder)

    Road to liberalization?

    Road to liberalization?

    Road to liberalization?

    Road to liberalization?

    Road to liberalization?

    Es ist lange her, dass ich als Teenager in Saudi-Arabien war. Die Eindrücke mit all ihrer Ambivalenz hallen jedoch bis heute nach. Was war damals, was ist heute? Wie war die Entwicklung seitdem und was lässt das wahabitische Diktat überhaupt an freier Entfaltung zu? Viel passiert scheint außer etwas Symbolpolitik seither nicht: Auf Ölförderung fußender Protz mit moderner Fassade begegnet noch immer archaisch-religiöses Dogma in seiner strengsten und brutalsten Auslegung. Aber um mal so abseits der linksliberalalamoralayatollahischen Medien in den Raum zu fragen: Funktionierte das westliche Weltbild überhaupt in einer derart geprägten Gesellschaft?

    Kamera: Kodak Instamatic 255x
    Location: Riyadh, Dammam, Grenze zu Bahrain
    Dezember 1992/Januar 1993

  • Clochard vermisst! (drei Bilder)

    Sign missing!

    Crowded balcony missing!

    Bar missing!

    Zugegeben: Ich war seltener dort, als ich den Laden abfeierte. “Der Clochard” auf der Nordseite der Reeperbahn war in Zeiten, in denen die Bahnen zwischen Mitternacht und frühem Morgen nicht zwischen Hamburg und Kiel verkehrten, ein netter finaler Anlaufpunkt und ich bin dort nicht nur einmal versackt. Die Gründe für das Versacken liegen auf der Hand: Bier zu sehr fairen Preisen, eine Jukebox, die derart gut bestückt war, dass es manchmal Stunden dauerte, bis die gewünschten Titel gespielt wurden und der Tischkicker, an dem man unverbindlich zocken und die Zeit vergessen konnte. Beim letzten Mal, das nun auch schon länger her ist, wurde ich wohl gegen drei Uhr morgens animiert, die Runde zu komplettieren – zu Hause war ich am nächsten Tag am frühen Nachmittag.

    Die Pandemie war wohl nicht der Hauptgrund für den Niedergang dieser Kneipe. Es waren offenbar zahlreiche Unzulänglichkeiten in der Geschäftsführung. Was bleibt: alkoholgeschwängerte und schöngefärbte Erinnerungen an eine gute Zeit und hipsterfreie Zone. Ciao “Der Clochard“!

    Kamera: Nikon F-401x
    Film: Agfaphoto APX 100
    Location: Reeperbahn, Hamburg
    Januar 2021

  • Auf dem Horsteberg (vier Bilder)

    Auf dem Horsteberg

    Auf dem Horsteberg

    Auf dem Horsteberg

    Auf dem Horsteberg

    Auf dem Horsteberg, einer kleinen Anhöhe in Münsters Mitte, wurde im 13. Jahrhundert der Sankt-Paulus-Dom erbaut, nachdem dort bereits zuvor ein Gotteshaus stand. Umgrenzt wird der Horsteberg durch den Straßenzug von Spiekerhof, Roggenmarkt, Rothenburg und dem sehenswerten Prinzipalmarkt.

    Kamera: Canon T70
    Film: Kodak Color Plus 200
    Location: Sankt-Paulus-Dom, Münster
    Juli 2020

  • Schlechtes Wetter ist gutes Wetter! (pt. 2/2, vier Bilder)

    Teglkås

    Teglkås

    Teglkås

    Teglkås

    Auf dieser Wanderroute von Hasle zu Jons Kapel begegnete ich zwei Rucksackreisenden und landete während eines kräftigen Schauers in einer charmanten Kunsthandwerksgalerie in Teglkås, die von einem älteren Ehepaar betrieben wurde. Sie erzählten vom Leben in dieser rauen Gegend und was hier für sie wichtig sei. Solche Kleinigkeiten mag ich und ich finde sie vor allem dann, wenn das Wetter mitspielt und ausbleibende Menschenmassen die Ruhe zum Kennenlernen und Entdecken von Details gebieten – sogar in stark touristisch geprägten Gegenden wie Bornholm.

    Kamera: Canon EOS 500N
    Film: Rossmann Film 200 (expired 03/2005)
    Location: Teglkås
    September 2019

  • Schlechtes Wetter ist gutes Wetter! (pt. 1/2, vier Bilder)

    Heligpeder

    Heligpeder

    Heligpeder

    Heligpeder

    Nördlich von Hasle an der Westküste Bornholms befindet sich der raue Abschnitt der Insel. Während im Norden und Osten Schären und im Süden Dünen und Strände vorherrschen, ist dieser Abschnitt zerklüftet und felsig.

    Auf meiner ersten Japan-Reise im Frühling 2015 empfand ich, dass das Besuchen und Erkunden bei regnerischem und windigem (umgangsprachlich: schlechtem) Wetter weitaus angenehmer ist. Es sind weniger Menschen unterwegs, aber man trifft erstaunlicherweise immer wieder mal interessante. In Kyoto schloss ich mich im Bambuswald am Inari-Schrein mit einer Festlands-Chinesin zusammen und kam mit ihr in ein recht offenes Gespräch. Das wurde möglich, weil zum Einen nur wenige Menschen auf dieser Alternativroute unterwegs waren, zum Anderen auch weil kein “Blockwart” dabei war – Gruppen aus China erscheinen für Europäer deshalb oftmals unerreichbar, weil Kontakt zu Systemfremden nicht erlaubt und auch gefährlich ist.

    Kamera: Canon EOS 500N
    Film: Rossmann Film 200 (expired 03/2005)
    Location: Heligpeder
    September 2019

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