Am 12. August 2026 wird es in Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis geben. In Deutschland wird der Mond die Sonne bis zu neunzig Prozent abdecken. Bleibt die Hoffnung auf einen sonnigen Abend – so wie im Mai 1994 bei einer partiellen und auch 1999 bei der totalen Sonnenfinsternis (erlebt in Hamburg-Duvenstedt).
Kamera: Panasonic Palmcorder NV S600
Musik: All Diese Gewalt – untitled
Location: Kellinghusen
Mai 1994/Juli 2026
Petrol Girls (in der Urbesetzung), Refused und Thrice in der Großen Freiheit 36; November 2019
Sick Of It All in der Markthalle; November 2019
Jo Quail und Mono im Mojo Club; Dezember 2019
Petrol Girls im Hafenklang; Februar 2020
Während in der Elbphilharmonie und ähnlichen Etablissements während der Pandemie vorzugsweise tote Musik am Leben gehalten wird, stehen vor allem lebendige kleine Clubs und Undergroundbands hart an der Kante zum (finanziellen) Tod – gerade während des neuerlichen Lockdowns. Wenn am Ende nur Pop- und Schlagergrütze und die “großen” Namen übrigbleiben, bleibt am Ende außer Industrieerzeugnissen eigentlich nichts übrig. Das Oligopol siegt, ganz so, wie es sich für eine freie, deregulierte Marktwirtschaft, sprich das archaische Konstrukt Kapitalismus gehört.
Eine der wenigen kommerziell erfolgreichen Bands, die für diese Basis ein Plädoyer gehalten hat, waren übrigens “Die Ärzte“. Sie wissen noch, wo sie herkommen, wo letztlich jede kreative und kritisch begleitete Entwicklung ihren Anfang nahm und nimmt. Ansonsten: viel Stille seitens erfolgreicher Größen in Kunst und Musik, von der “pragmatisch” gepolten und überalterten Politik sowieso.
„Der individuelle Erzieher, der einem ernsten Ziel nachstrebt, der Künstler oder Schriftsteller mit originellen Ideen, der unabhängige Gelehrte oder Forscher, die unnachgiebigen Pioniere der sozialen Umgestaltung, sie alle werden täglich von Männern an die Seite gedrängt, deren Bildung und Schöpferkraft überlebt sind.“ Emma Goldman
Kamera: Canon AF35M
Film: Agfaphoto APX 100 (pushed ISO 400)
November 2019 bis Februar 2020
Stöbern und schwelgen sowohl in der jüngeren als auch in der früheren Vergangeheit.
Nicht nur Vinyl kann man stöbern, auch compact discs – die sind auf diesem Bilder unter der Lampe versteckt. All diese Medien haben tolle Dinge wie Booklets mit Texten und teils tollem Artwork – sowas können Spotify und Co niemals bieten.
Und dann noch dieser unverwechselbare Klang von Vinyl – und dass ein komplettes Album im Gesamtkontext viel mehr gibt als eine schnöde Playlist.
Die Zukunft ist analog!
Kamera: Canon EOS 500N
Film: Agfaphoto APX 400
Location: Wrist
Dezember 2019
…habe ich natürlich tausende Yen bei “Tower Records” gelassen. Immerhin geht nichts über einen anständigen Tonträger, der qualitativ grundsätzlich jedem Stream u.ä. vorzuziehen und ohnehin nachhaltiger wie persönlicher ist. Sehen übrigens auch die Japaner_innen so, bei denen Silberlinge, aber auch Vinyl nachwievor hoch im Kurs stehen.
Kamera: Canon T70
Film: Lomography Color Negative 400
Location: Shibuya, Tokyo
April 2015