Kamera: Hasselblad 500C
Film: Kodak Ektarchrome 64 (expired 12/1988, pulled ISO 10)
Location: Nordoer Binnendünen
Juni 2021
Kategorie: Photoblog
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Anna und der Baum (Session IX, pt. 4/4, sechs Bilder)
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die ruhige Seite von Fushimi Inari-Taisha (sieben Bilder)
Was war das für ein Ritt durch die orangenen Toriis hinauf zum Schrein? Stop-and-go immerzu, die chinesischen Touristen, überwiegend aus Taiwan, bedienten alle Klischees, die man haben konnte. Hier ein Bild mit der eigenen Visage vor einem Torii, dort eines im Torii-Tunnel. Immerzu, immerfort, immer laut.
Ungefähr bei der Hälfte ging ein kleiner Weg nach rechts ab. Zunächst machte ich mit meiner analogen Kamera ein paar Detailbilder von den Toriis, danach entschloss ich mich, diesem Weg zu folgen. Durch einen Bambuswald gelangte ich nach wenigen hundert Metern im einsetzenden Regen zu einer Shinto-Stätte, die eben nicht nur touristisch, sondern eben auch aktiv spirituell genutzt wird. Man hörte nicht nur das Prasseln des Regens, sondern auch das ein oder andere Gebet.
Ganz ohne Touristen ging es natürlich nicht. Ich traf einen Typen aus Singapur und zwei Frauen, eine aus Thailand und eine Festlands-Chinesin. Letztere ist gerade deshalb besonders gewesen, weil man als Europäer/”Westler” kaum eine Chance hat, mit solchen Menschen in Kontakt zu kommen. Ohne Blockwart im Nacken erwies sich diese Frau als durchaus humorvoll und erzählte sogar ein wenig von ihrem Leben in China. Wir, dieser kleine Haufen von quasi Versprengten, durchstöberten diese Stätte eine Zeit lang, ehe es in dieser Viererkonstellation weiterging und wir eine gute halbe Stunde später am “Gipfel” und am Hauptschrein ankamen. Zurück ging es den “normalen” Weg – die lärmende chinesische Meute war zum Glück schon wieder weg.
Kamera: Canon IXUS 145
Location: Fushimi Inari-Taisha-Schrein, Kyoto
April 2015 -
vom Golf bis zum Meer aus Blut (drei Bilder)
Man schlendert die Strandpromenade entlang, der Muezzin ruft und geht zum Gebet ins Gotteshaus. So schön könnte die religiöse Pflichterfüllung bisweilen sein in Dammam, wo ich zwei direkt am Persischen Golf gelegene Moscheen fotografiert habe. Weitaus rüder geht es vor einer der Hauptmoscheen in Riyadh zu. Während ich in der dortigen Umgebung mit meinen Eltern zahlreiche Juwelierhändler abklapperte und die Privilegien des gehobenen Mittelstands genoss, erlebte ein Kollege meines Vaters dort ein paar Tage zuvor die andere Seite der wahabitischen Kultur: Es wurden auf dem Vorplatz öffentlich Menschen per Fallbeil für ihre Verfehlungen verstümmelt und exekutiert.
Kamera: Kodak Instamatic 255x
Location: Riyadh, Dammam
Dezember 1992/Januar 1993 -
gespiegelte Speicherstadt (sieben Bilder)
Speicherstadt- und Hamburg-Bilder und dann wird die Elbphilharmonie ausgespart? Echt jetzt? Ich Kulturbanause! Aber warum ein finanzielles Desaster, das aseptisch in die Umgebung gepflanzt wurde und letztlich doch nur elitären und sich diesen irgendwie zugehörig fühlenden Schichten bedient, abfeiern? Statussymbole sind halt mehr für Spacken als für Kultur; mehr Lyrik gibt’s hier heute nicht!
Kamera: Nikon F-401x
Film: Agfaphoto APX 100
Location: Speicherstadt, Hamburg
Silvester 2020 -
Wogen (vier Bilder)
Das goldene Kalb
Doppelflöten, Hörner, Geigen
Spielen auf zum Götzenreigen,
Und es tanzen Jakobs Töchter
Um das Goldne Kalb herum –
Brum, brum, brum –
Paukenschläge und Gelächter!Hochgeschürzt bis zu den Lenden
Und sich fassend an den Händen,
Jungfraun edelster Geschlechter
Kreisen wie ein Wirbelwind
Um das Rind –
Paukenschläge und Gelächter!Aaron selbst wird fortgezogen
Von des Tanzes Wahnsinnwogen,
Und er selbst, der Glaubenswächter,
Tanzt im Hohenpriesterrock,
Wie ein Bock –
Paukenschläge und Gelächter!Heinrich Heine
Kamera: Canon EOS 500N
Film: Kodak Farbwelt 800 (exp. 01/2005)
Location: Ærø
Oktober 2020


























































































