Am 12. August 2026 wird es in Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis geben. In Deutschland wird der Mond die Sonne bis zu neunzig Prozent abdecken. Bleibt die Hoffnung auf einen sonnigen Abend – so wie im Mai 1994 bei einer partiellen und auch 1999 bei der totalen Sonnenfinsternis (erlebt in Hamburg-Duvenstedt).
Kamera: Panasonic Palmcorder NV S600
Musik: All Diese Gewalt – untitled
Location: Kellinghusen
Mai 1994/Juli 2026
Frühling 2020, erster Covid-19-Lockdown. Eigentlich sind Ferien. Danach arbeitssame Verstauungsoptimierung im Keller, Auflösung des Ateliers nebst Abschlussausstellung, Umbau der Garage, wöchentliche Lauftreffs zu zweit, illegale Drei-Mann-Parties auf alten Brücken. Und E-Mails schreiben mit Giulia, einer Kunststudentin aus Buenos Aires. Ein angenehmer und spannender Zeitvertreib während der um sich greifenden Monotonie. Und Ideen hatten wir: Split-Filme! Jeder ballert in seiner Gegend einen Film voll, schickt ihn dem Anderen zu und der belichtet ihn ein zweites Mal. Hier zeige ich in loser Folge Bilder des Films, der aus Argentinien zu mir kam. Meine Motive entstanden im massiven Drogenrausch – oder doch nur mit einem Makroobjektiv, um CDU-Bierzeltpunks heute mal nicht zu verstören…
Speicherstadt- und Hamburg-Bilder und dann wird die Elbphilharmonie ausgespart? Echt jetzt? Ich Kulturbanause! Aber warum ein finanzielles Desaster, das aseptisch in die Umgebung gepflanzt wurde und letztlich doch nur elitären und sich diesen irgendwie zugehörig fühlenden Schichten bedient, abfeiern? Statussymbole sind halt mehr für Spacken als für Kultur; mehr Lyrik gibt’s hier heute nicht!
Mich hat diese Ecke schon früher genervt mit ihrer Penetranz, einzig der “Sportpub Tankstelle” lockte an HSV-Spieltagen manchmal dorthin. Mutmaßlich erstmals in diesem Jahrtausend bin ich mal wieder durch die Herbertstraße gelatscht. Keine Prostituierten weit und breit, auch kein “Tourismus” zu früher Tageszeit – das Virus sorgte sowohl für Stille als auch für Stillstand.
Wir brauchen mehr Straßen und Autobahnen. Denn des Deutschen Natur ist es, viel und schnell Auto zu fahren. Nach Vollbremsungen halten wir es nicht mehr lange aus, drücken gleich wieder aufs Gaspedal. Ohne Rücksicht auf Andere, ohne Rücksicht auf uns selbst.
Als 2014 Club-Ikone Hermann Rieger starb, vernichtete kurz darauf der Größenwahn den Hamburger Sport-Verein endgültig. Sechs Jahre später starben zwei weitere Ikonen, die ihr jeweiliges Genre nicht nur mit ihrem begnadetem Talent bereicherten, sondern abseits dessen aufzeigten, wie schwierig und ambivalent das wirkliche Leben sein kann. So starben Kendall Chin a.k.a. Mr. Chi Pig und Diego Armando Maradona vielleicht nicht unerwartet, aber dennoch viel zu früh. Der Eine war die Ikone des Skatepunk, wohl nur Wenigen bekannt, der Andere verzauberte beinahe den gesamten Erd- mit (s)einem Fußball. Beide waren trotz ihres Status viel zu sehr Mensch. Viel zu sehr Mensch, als bloß Stoff für eine gelackte und einseitige Lobschrift zu bieten.
Der Punkrock als Protestmedium und Subkultur bleibt hoffentlich, die Seele des Fußballs hingegen starb mit Diego endgültig. Ob es noch ein wirkliches Innehalten nach einer Vollbremsung gibt? Wir werden sehen, was 2021 und die weitere Zukunft bringen.
Kamera: Canon EOS 600D
Location: Autobahnraststätte Bimöhlen
April 2020
Das Christentum brachte stets Nächstenliebe. Deshalb blieb von prächristlichen Kulturkreisen auch ziemlich viel übrig. In Nordeuropa zeugen verschiedene Grabformen von dieser Zeit, sowie ein paar Wälle, wo einst Siedlungen und Festungen standen.