Schlagwort: torf

  • eternity (pt. 1/1, vier Bilder)

    eternity

    eternity

    eternity

    eternity

    Das fahle Sonnenlicht an jenem Aprilnachmittag verlieh dem Steinkreis von Callanish auf der Isle of Lewis noch mehr mystisches Flair als sonst schon. Doch, so mutmaßt man, wurden diese Steine nicht nach der/die/das Sonne, sondern dem Mond ausgerichtet. Man weiß es allerdings auch nicht so wirklich genau. Denn niemand weiß, wer wann diese Steine so gesetzt hat. Sicher ist nur, dass sie älter sind als die von Stonehenge, jedoch deutlich unbekannter, da die Äußeren Hebriden nunmal ziemlich weit draußen sind und hier ziemlich der Hund begraben ist.

    Wiederentdeckt wurde der Steinkreis im 19. Jahrhundert, als die Steine nur noch knapp über einen Meter aus dem Boden ragten, der in der Zwischenzeit quasi vermoorte. Da Lewis & Harris jedoch das schottische Torfmoorholm ist, wurde auch dort fleißig abgetorft und neben dem Steinkreis ebenfalls das als Kreuz angeordnete steinerne Drumherum freigelegt.

    Kamera: Canon T70
    Film: Kodak Color 200
    Location: Callanish
    April 2023

  • ans Ende der Welt getorft (pt. 2/2, vier Bilder)

    Cuidhaseadair

    Cuidhaseadair

    Cuidhaseadair

    Cuidhaseadair

    Dort lebenden Menschen, die mit der Torfstecherei durch aktives Zutun oder aktive Verwandtschaft zu tun haben, bringt man zum Strahlen, wenn man selbst unweit noch bewirtschafteter Moore lebt und einiges darüber und auch über renaturierte Moore in Schleswig-Holstein erzählen kann. Der Dialekt der Inselbewohner ist übrigens gut zu verstehen, einfacher jedenfalls als der in der Region um Glasgow und Edinburgh. Fast möchte man meinen, dass hier “geschwäbelt” wird oder besser gesagt: “gehebridelt”. Der gälische Akzent ist hier, wie auch in den ländlichen irischen Regionen, jedenfalls stark herauszuhören.

    Kamera: Canon T70
    Film: Kodak Color 200
    Location: Cuidhaseadair, Lewis & Harris
    April 2023

  • ans Ende der Welt getorft (pt. 1/2, vier Bilder)

    Cuidhaseadair

    Cuidhaseadair

    Cuidhaseadair

    Cuidhaseadair

    Manche Menschen zählen, in wie vielen Ländern, Fußballstadien oder Hafenkneipen sie schon waren. Was durchaus spannend ist, aber mit dem Zählen der Orte, die man gemeinhein als “Ende der Welt” einordnet, habe ich vermutlich schon angefangen, als ich noch nicht einmal von eins bis zwei zählen konnte, und es sind seither unzählige dieser besonderen Orte in meine Sammlung aufgenommen worden.

    Durch das Moor “Cuidhaseadair”, ganz im Norden von Lewis & Harris gelegen, führt ein einziger befahr- und begehbarer Weg durch die durch den Torfabbau gezeichnete Gegend. Der Torf wird auf den Äußeren Hebriden übrigens ausschließlich für den (Insel-)Eigenbedarf abgebaut. Am Ende der Straße befand sich ein kleines Camp für die gerade aktiven Torfstecher.

    Kamera: Canon T70
    Film: Kodak Color 200
    Location: Cuidhaseadair, Lewis & Harris
    April 2023

  • Adular Zech seine Welt (fünf Bilder)

    Und er sticht ganz schnell, elegant und präzise.

    Morgens um fünf gehen wir raus aus'm Dorf und stechen den Torf.

    Ede will noch schnell vorm Essen die Torfstücke mit der Schublehre messen.

    Mit Wasser in Schuh und Moor in Ohr sing' wir zusamm'n im Torfrockchor.

    Adu torft inne Stunde hundert Meters wech.

    Kamera: Nikon F-401x
    Film: Ferrania Solaris 200 (exp. 11/2008)
    Location: Torfwerk Westerhorn
    Februar 2018

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